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Was bedeutet der Begriff: A-Netz

A-Netz

erstes, einheitliches analoges Funktelefonnetz in der Bundesrepublik (1959 bis 1977).
1958 beauftragte die Deutsche Bundespost die Firma TeKaDe und Felten & Guilleaume Fernmeldeanlagen GmbH, die Netztechnik zu entwickeln - die bis dahin vier unterschiedlichen Netze sollten einem einheitlichen Standard weichen.
Ab 1961 lieferte die Firma die Geräte für das erste deutsche Mobilfunknetz, den öffentlichen beweglichen Landfunkdienst. Die voluminöse Technik, die gerade mal im Kofferraum größerer Fahrzeuge Platz fand und mit 16 Kilogramm nicht gerade ein Leichtgewicht war, bestand aus drei Teilen:
  • Receiver (Länge 45 cm, Breite 31 cm, Höhe 16,5 cm)
  • Bediengerät (Länge 27 cm, Breite 10,5 cm, Höhe 18 cm)
  • Selektivrufsatz (Länge 30 cm, Breite 13 cm, Höhe 16,5 cm)
Sie arbeitete im Bereich von 156 MHz und 174 MHz, nahm im Gesprächszustand bei 12 V Spannung, 7,5 Ampere Strom auf (4,5 A in Bereitschaft) und musste von Hand vermittelt werden. Neben Autos wurde die "B72" (im Hammerschlag-Design) in Zügen und in der Binnenschifffahrt eingesetzt.
Neben den exorbitanten Anschaffungskosten von rund 15.000 DM und dem monatlichen Grundpreis von 65 DM, war noch eine zusätzliche Gebühr von etwa 60 DM (je nach Funkverkehrsbereich) jeden Monat zu entrichten.

Als die Post 1971 diese Gebühr auf 270 DM anhob, trennten sich rund ein Viertel, der knapp 11.000 Teilnehmer von der Technik. Die 1973 verhängte Neuantrag-Sperre, bei der man eine besondere Genehmigung vorlegen musste um einen Anschluss zu erhalten, trug ebenfalls zum Rückgang der Teilnehmerzahl bei.
1977 wurde das Netz abgeschaltet - mit knapp 800 verbliebenen Teilnehmern.

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