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Was bedeutet der Begriff: Alternative Netze

Alternative Netze

sind alle Telekommunikationsnetze und deren Betreiber, die nicht dem (ehemaligen) Monopolisten gehören.
Dazu zählen die Kommunikationsnetze der Eisen- und Straßenbahnen, die Telematik-Netze der Energieversorger und Stadtwerke, die CATV-Netze (Kabelfernsehen), WLL-Funknetze (Wireless-Local-Loop) oder die Notrufsäulen an den Autobahnen. Alle diese Betreiber verfügten in der Regel schon vor der Liberalisierung des TK-Marktes über sogenannte Wegerechte.
Der Begriff taucht jedoch meist im Zusammenhang mit DSL und Telefonie auf und bezeichnet Telekomunabhängige Anschlüsse.
Die Deregulierung des Telekommunikationsmarktes beendete ab 1996 das Telekommunikationsmonopol des Bundes und schuf die Voraussetzungen für die alternativen Anbieter, Telekommunikationsleistungen über ihre eigenen Netze hinaus zur Verfügung zu stellen. Da die Infrastruktur dieser Anbieter bei weitem nicht flächendeckend ausgebaut ist, werden die Anschlussteilnehmer zunächst über angemietete Telekomleitungen verbunden (DSL Resale) und gegebenenfalls später auf das eigene Netz umgeschaltet. Die Vergütungen werden von der Bundesnetzagentur festgelegt (BNetzA), die als Regulierungsbehörde die Entwicklung des Marktes und den Wettbewerb fördern soll.
Über die Höhe der Entgelte für die sogenannte "letzten Meile", der Verbindung zwischen Ortsvermittlung und Hausanschluss (TAL - Teilnehmeranschlussleitung), gibt es immer wieder unterschiedliche Meinungen. Im Juli 2008 wurden diese neu genehmigt und während die Deutsche Telekom AG Steigerungen bis zu 50 % forderte, reduzierte die Bundesnetzagentur die Beträge sogar geringfügig. Der Hintergrund dafür könnte u.A. in dem zu hohen Ansatz der Entgelte liegen. Als Berechnungsgrundlage der Kosten wurde damals der Anschaffungspreis für ein neues Telefonnetz zugrunde gelegt, anstatt mit dem tatsächlichen Wert zu kalkulieren.
Für Unmut sorgte auch die schleppende Bearbeitung von DSL-Anschlüssen anderer Anbieter, was den Endkunden teilweise erhebliche Verzögerungen bescherte. Erst ein Missbrauchsverfahren gegen die Deutsche Telekom AG bewirkte einen Sinneswandel und führte zu kürzeren Bearbeitungszeiten. Am 8. Mai 2008 stellte die Bundesnetzagentur das Verfahren ein, nachdem die Telekom den Auftragsstau abgebaut und den Wettbewerbern verbesserte Bedingungen zugesichert hatte.


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