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Was bedeutet der Begriff: Analoger Telefonanschluss

Analoger Telefonanschluss

ist ein auf alter elektromechanischer Technik (Drehwähler) basierender Telefondienst, bei dem keine Tonwahl möglich ist, sondern nur Impulswahl.
Zur Abgrenzung der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit spricht die Telekom aber auch bei einfachen digitalen Anschlüssen vom Analog-Anschluss.
Analoge Telefonanschlüsse waren im POTS (Plain Old Telephone Service) zwischen 1881 und 1989 der Standard. Die Vermittlung wurde erst ausschließlich von Hand vorgenommen (das Fräulein vom Amt), bis ab 1908 die ersten automatischen Ortsvermittlungsstellen eingerichtet werden. Die "neue" Technik setzt sich aber nur langsam durch, sodass noch 1913 die weltweit größte, handvermittelte Ortsvermittlungsstelle mit 44.000 Anschlüssen in Hamburg in Betrieb ist.
Ab 1930 werden Motor-Drehwähler eingesetzt, die von der Firma Siemens entwickelt wurden. Anfang der 50er Jahren werden sie von Elektro-Motor-Drehwählern (EMD) abgelöst, die ab 1955 großflächig zum Einsatz kommen. Der Transistor ist zu diesem Zeitpunkt bereits erfunden (1948), er wird das Ende des analogen Telefonnetzes einläuten.
1966 wird bei Hannover die letzte handvermittelte Ortsvermittlungsstelle automatisiert und 11 Jahre später ist das erste Tasten-Telefon erhältlich.
Mit den Pilotprojekten in Mannheim und Stuttgart wird 1987, die schon 1979 auf der CEBIT geplante Umstellung, auf das (nationale) ISDN umgesetzt - die ersten 1500 ISDN-Anschlüsse gehen in Betrieb. 1989 wird der ISDN-Serienbetrieb für zehn deutsche Städte beschlossen, es dauert aber noch bis Ende 1997, bis alle Vermittlungsstellen in Deutschland digitalisiert sind.
Heutige analoge Anschlüsse sind über Analog-Digital-, bzw. Digital-Analog-Umsetzer in der Vermittlungsstelle, an das digitale Telefonnetz angebunden.

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