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Was bedeutet der Begriff: Basisanschluss

Basisanschluss

ist beim ISDN die Standard Schnittstelle für maximal acht Endgeräte. Die technische Umsetzung erfolgt über vier Kupferadern.
Sie besteht aus zwei B-Kanälen mit jeweils 64 kbit/s für die Datenübertragung und einem D-Kanal mit16 kbit/s zur Signalsteuerung. Den Abschluss bildet der NTBA. Er verbindet die von draußen kommende doppel Kupferader (UK0-Schnittstelle) mit dem vierdrähtigen S0-Bus der In-House-Verkabelung. Der Basisanschluss kann als Mehrgeräteanschluss für Endgeräte, oder Anlagenanschluss für Telefonanlagen betrieben werden. Analoge Geräte, wie Faxe, Anrufbeantworter oder Modem, können über so genannte Analog-Digital-Umsetzer (A/D-Wandler) angeschlossen werden.

ISDN-Anschlüsse existieren erst seit 1989 in Deutschland. Zwar entschied schon 1978 die damalige Deutsche Bundespost, alle Vermittlungsstellen zu digitalisieren, aber es dauerte noch rund 10 Jahre, bis sie sich auf einen Standard festlegte. 1987 begannen Pilotversuche in Mannheim und Stuttgart, in denen sich das das Signalisierungsprotokoll FTZ 1 TR 6 etablierte. Ab Mitte der 90er Jahre wurde das sogenannte nationale ISDN dann durch das DSS1-Protokoll ersetzt und 2006 wurden die letzte 1 TR 6 Anschlüsse umgestellt.

Mit DSS1 (Digital Subscriber System No. 1) wurden die verschiedenen nationalen Standards in Europa vereinheitlicht, 20 europäische Länder schlossen sich in einer Absichtserklärung an (Memorandum of Understanding on the Implementation of a European ISDN).
Im Gegensatz zu 1 TR 6 verfügen die Endgeräte bei DSS1 Basisanschlüssen über eine Multiple Subscriber Number (MSN), anstatt mit der Endgeräteziffer angesprochen zu werden. DSS1 ist als Euro-ISDN bekannt geworden und wird auch außerhalb Europas eingesetzt.

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