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Was bedeutet der Begriff: Booten

Booten

wird der Startvorgang eines PCs bezeichnet, bei dem automatisch die nötigen Treiber für die Hardware und das Betriebssystem (Software) geladen werden.
Zuerst wird das BIOS (Basic Input Output System) abgearbeitet, das die wichtigsten Komponenten testet (POST - Power-On Self-Test) und nach einem Bootmedium, wie Festplatte, Diskette oder CD sucht. Zu diesem Zeitpunkt kann man, meist durch drücken von F2 oder Entf (Entfernen), in das BIOS gelangen. Dort lässt sich festlegen von welchem Medium zuerst gebootet werden soll.
Soll der PC zwecks Virensuche oder Reparaturarbeiten von CD, DVD oder USB-Stick gebootet werden, müssen diese in der Bootreihenfolge vor der Festplatte liegen. Wer sich mit dem BIOS nicht auskennt sollte aber tunlichst die Finger davon lassen, falsche Einstellungen können den gesamten Rechner lamlegen!
Findet das BIOS eine Festplatte, läd es den ersten Datenblock - den MBR (Master Boot Record). Er enthält die Partitionierungsdaten der Festplatte - also die Datenstruktur und Anordnung - und ein Ladeprogramm für das Betriebssystem, den Bootloader. Wenn Partitionstabelle und Bootloader vorhanden sind, wird die Hardware und das Dateisystem initialisiert und das Ladeprogramm ausgeführt. Das Betriebssystem fährt hoch.

Unterbleibt dieser Schritt, ist eventuell der MBR defekt. Bei älteren PCs, bei denen dieser Bereich noch weniger geschützt war, nisteten sich gerne Viren dort ein. Sogenannte Bootsektor-Vieren wie beispielsweise Parity Boot, der bis 1996 einer der weitverbreitesten Viren war, nutzten die Startroutine um sich selber zu aktivieren und ihren Schadcode zu verbreiten. Aber auch Programme zum Partitionieren oder Festplattendefekte können dafür verantwortlich sein.
Je nach Betriebssystem kann man versuchen mit "fdisk /mbr" (bis Windows ME), "fixmbr" (Windows XP) oder "bootrec" (Windows Vista) den Fehler zu beheben. Der Rechner muss dazu von der Windows-CD oder Vergleichbarem gebootet werden.

Wenn der Bildschirm schwarz bleibt und der PC nur noch Piep-Töne von sich gibt, sind zumeist speziellere Kenntnisse oder ein Techniker gefragt. Die Piep-Töne kommen vom POST und sind codierte Fehlermeldungen die, ähnlich dem Morsealphabet, auf Hardwaredefekte hinweisen. Wer im Vorfeld seine BIOS-Version im Internet recherchiert, kann sich die entsprechenden Codes ausdrucken und somit gezielt Gegenmaßnamen ergreifen. Wichtig ist aber, genau die zum BIOS gehörende Codetabelle rauszusuchen. Drei kurze Piep-Töne und ein langer Piep-Ton können bei dem einen BIOS auf ein Grafikkarten-Problem hinweisen, beim anderen BIOS jedoch auf einen defekten Speicherriegel.
Auf jeden Fall ist es sinnvoll den PC vom Stromnetz zu trennen und alle eingebauten Karten, sowie sämtliche Steckverbindungen auf festen Sitz zu kontrollieren. Oftmals ist damit das Problem beseitigt.

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