Logo top-dsl.com
0541 - 1816733  

Mo. - Do. 09.00 - 17.00 u. Fr. 09.00 - 15.00
Sie sind hier: Startseite » Lexikon » G » GPRS

Was bedeutet der Begriff: GPRS

GPRS

(General Packet Radio Service) ist ein paketorientierter Standard zur Datenübertragung in GSM-Netzen, der schon 2001 eingeführt wurde.
GPRS erlaubt theoretische Übertragungsgeschwindigkeiten von 171,2 kbit/s, die aber seitens der Mobilfunkbetreiber / -Netze nicht erreicht werden können. In der Praxis kommen Datenraten von gut 50 kbit/s zustande, was der Geschwindigkeit eines V.90-Modems gleichkommt und somit noch unterhalb von ISDN liegt (64 kbit/s).
Ein Vorteil von GRPS liegt in der effizienteren Nutzung des Übertragungskanals gegenüber HSCSD, da auch "fremde" Datenpakete den Kanal nutzen können, wenn er gerade nicht belegt ist. Außerdem ermöglichte GPRS erstmals die Abrechnung über das Datenvolumen - statt über die Zeit - und verbilligte so manche Dienste. GPRS kann sowohl PTP-Verbindungen (Point-to-Point), als auch PTM-Verbindungen (Point to Multipoint) aufbauen und so Daten an Benutzergruppen versenden.
Die GPRS-Technik unterstützt drei verschiedene Geräteklassen, die mehr oder weniger komfortabel zwischen Datenverbindung und Telefonie wechseln können:
  • Klasse A kann Datendienste über GRPS nutzen und gleichzeitig Gespräche über GSM führen (Duplex).
  • Klasse B kann entweder GRPS oder GSM nutzen und wechselt automatisch zwischen den Diensten (Halbduplex).
  • Klasse C kann ebenfalls nur einen Dienst ausführen, der Wechsel erfolgt aber manuell (Simplex).
Diese Eigenschaften spiegeln sich auch in den 29 Multislotklassen wieder, in denen festgelegt ist, wie viele Kanäle für Empfang und Senden über GPRS und GSM zur Verfügung stehen und welche Betriebsart möglich ist. Die Klassen1 bis 12 erlauben nur Simplex Betrieb, die Klassen 13 bis18 sind voll Duplex fähig und die Klassen 19 bis 29 unterstützen Halbduplex.

Copyright by top-dsl.com 2007 - 2013