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Was bedeutet der Begriff: Mobiles Internet

Mobiles Internet

bezeichnet den Zugang zum Internet mit einem mobilen Gerät, wie Laptop, PDA oder Handy.
Schon seit Anfang der 90er Jahre ist es über das GSM-Netz in Deutschland möglich, Daten aus dem Internet auf mobile Geräte zu übertragen. Mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 9,6 kbit/s bis 14,4 kbit/s (CSD - Circuit Switched Data), tröpfelte es aber nur aus der Datenleitung.
Durch Kanalbündelung erreichte HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) dann 28,8 kbit/s bis 43,2 kbit/s, je nach Anbieter. Von mobilem Internet kann dabei allerdings nicht gesprochen werden, da bei Bewegen des Gerätes die Verbindung auf CSD zurückfällt.
Seit 2001 steht mit GPRS (General Packet Radio Service) eine Geschwindigkeit von etwa 56 kbit/s zur Verfügung, die dem Surfen über einen analogen Telefonanschluss entspricht.
Erheblich schneller ist da EDGE (Enhanced Data Service for GSM Evolution), das mit einem effizienteren Modulationsverfahren theoretisch bis 473 kbit/s ermöglicht. In Deutschland wird EDGE mit 260 kbit/s von T-Mobile angeboten und soll bis Ende des Jahres von O2 mit 384 kbit/s angeboten werden.
Mit UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), das seit 2004 in Deutschland verfügbar ist, können bis 7,2 Mbit/s erzielt werden und mit den Erweiterungen HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) bis 14,4 Mbit/s im Downstream und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) bis 5,76 Mbit/s im Upstream. Diese Werte sind allerdings die theoretische Obergrenze. In der Praxis werden Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 3,6 Mbit/s erreicht, an stark frequentierten Stellen in größeren Städten (Flughäfen, Bahnhöfe) bis zu 7,2 Mbit/s.
Wenn die Betreiber auch gerne von einer 80 Prozentigen Netzabdeckung der Bevölkerung sprechen, ist damit das UMTS-Netz längst noch nicht flächendeckend ausgebaut. Vielmehr bedeutet es, das die größeren Städte versorgt sind und so 80 Prozent der Bevölkerung erreicht werden - in ländlichen Gebieten ist die Versorgung eher schlecht bis gar nicht vorhanden.
Die Einführung von Long Term Evolution (LTE), das Datenraten bis 100 Mbit/s übertragen kann und der Nachfolger von UMTS werden soll, ist frühstens ab 2010 geplant - LTE befindet sich noch in der Standardisierung.
Alternativ kann der Internetzugang auch über WLAN oder WIMAX erfolgen, nur ist man dabei auf entsprechende Hotspots oder die Reichweite eines der noch selten anzutreffenden WIMAX-Netze angewiesen.
Der Zugang über eine Satelliten-Verbindung eignet sich zum mobilen Surfen nicht - die Verzögerungszeiten (Latenz) bewegen sich bei mehreren 100 ms.

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