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Was bedeutet der Begriff: TKüV

TKüV

(Telekommunikationsüberwachungsverordnung) ist eine Anfang 2002 erlassene Verordnung, die die Bereitstellung der technischen Voraussetzungen für die Überwachung der Telekommunikation regelt.
Die dazu erforderlichen Maßnahmen - wie die Einrichtung geeigneter Schnittstellen und die Bereitstellung ausreichender Kapazitäten - sowie die damit verbundenen Kosten, obliegen den jeweiligen Unternehmen, die öffentliche Telekommunikationsdienstleistungen anbieten.
Sie müssen gewährleisten, dass im Fall einer Überwachungsanordnung die angeforderten Daten erfasst und vorrätig gehalten werden können, um eventuelle kriminelle Handlungen strafrechtlich verfolgen zu können. Die daraus resultierende Vorratsdatenspeicherung, die die Anbieter über einen Zeitraum von sechs Monaten gewährleisten müssen, ist verfassungsrechtlich umstritten.
Datenschützer kritisieren die pauschale Überwachung unbescholtener Bürger und sehen eine Verletzung des Fernmeldegeheimnisses und dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Außerdem besteht die Gefahr, dass diese persönlichen Daten in falsche Hände gelangen und so erst kriminelle Handlungen auslösen.
Aus Sicht der Datenschützer sind nur die Daten sicher, die erst gar nicht erfasst werden. Nach der PET-Philosophie (Privacy Enhancing Technologies) ist zumindest sicher zu stellen, dass durch Pseudonymisierung (Anonymisierung eignet sich zur Strafverfolgung nicht) und Verschlüsselung, der Zugang zu diesen sensiblen Daten erschwert wird.

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