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Was bedeutet der Begriff: V-Normen

V-Normen

sind Protokolle für die Datenübertragung über analoge Leitungen des PSTN (Public switched telephone network) und zur Definition von Schnittstellen.
Zuständig für die Normierung war bis 1994 das CCITT (Comité Consultatif International Télégraphique et Téléphonique), das danach in einer Abteilung der ITU (International Telecommunication Union), der ITU-T (Telecommunication Standardization Sector) aufging. Die V-Normen beschreiben Verfahren, die die Kommunikation Technischer Geräte über analoge Leitungen ermöglichen und - als Quasi-Standards - den Herstellern Richtlinien vorgeben. Sie legen fest, wie ein Verbindungsaufbau zu Stande kommt, der Datenfluss geregelt wird, welche Fehlerkorrekturen greifen und wie Schnittstellen (zum Beispiel zum ISDN) aufgebaut sind.
Die V-Normen wurden im Laufe der Jahre immer wieder erweitert und den technischen Gegebenheiten angepasst.
Beispiele:
  • V.1 definiert den binären High- / Low-Pegel (1 / 0)
  • V.24 Schnittstellen-Beschreibung für DEE (Datenendeinrichtung) und DÜE (Datenübertragungseinrichtung)
  • V.52 Testmuster zur Überprüfung der Leitung
  • V.90 Datenübertragungsverfahren für 56-k Modems
  • V.150 MoIP Standard (Modem over IP)
  • V.250 Standardisierung des Hayes-Befehlssatzes (ehemals V.25 ter)
Im Gegensatz zu nationalen Normen werden die Standards der ITU-T weltweit anerkannt. Formal sind es aber nur Empfehlungen, die erst von anderen Institutionen, wie dem ETSI (European Telecommunications Standards Institute) oder der Bundesnetzagentur - im Fall von Deutschland -, als Norm deklariert werden.

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