Logo top-dsl.com
0541 - 1816733  

Mo. - Do. 09.00 - 17.00 u. Fr. 09.00 - 15.00
Sie sind hier: Startseite » Lexikon » V » Virenscanner

Was bedeutet der Begriff: Virenscanner

Virenscanner

(Antivirenprogramme) wird Software genannt, die nach Schadprogrammen sucht und diese löscht oder in Quarantäne verschiebt.
Das Wirken eines Antivirenprogramms lässt sich grob in drei Bereiche einteilen:
  • Beim Start des Rechners überprüft der Virenscanner bestimmte Bereiche der Festplatte. Dazu gehört der MBR (Master Boot Record), auf dem sich sogenannte Boot-Viren einnisten können, und die System-Dateien des Betriebssystems.
  • Während der PC läuft, analysiert der Echtzeit-Scanner alle aktiven Vorgänge. Dateien die geöffnet, ausgeführt oder auf den Rechner geladen werden, überprüft der Scanner auf verdächtigen Code und ungewöhnliches Verhalten.
  • Eine Vollständige Überprüfung aller oder ausgesuchter Speichermedien kann über einen Zeitplan oder manuell erfolgen. Der Virenscanner durchsucht dann alle Dateien oder, je nach Konfiguration, nur bestimmte Dateien. Solch ein kompletter Suchlauf kann mehrere Stunden dauern.
Da immer wieder neue Computerviren in Umlauf gebracht werden, müssen die Signaturdaten, die ein Virenscanner zum Identifizieren eines Virus benötigt, regelmäßig erneuert werden. Das geschieht am einfachsten über die automatische Update-Funktion, die bei einer bestehenden Internetverbindung nach aktualisierter Software sucht und diese installiert. Signaturen sind Teile des Programmcodes von Viren, anhand derer der Scanner einen Virus als solchen identifizieren kann. Neben den bekannten Viren existieren immer auch Unbekannte - fast täglich kommen neue oder modifizierte Schädlinge hinzu, die sich über das Internet schnell verbreiten. Diese versuchen die Virenscanner an auffälligem Programmcode zu erkennen (Heuristik) und / oder lassen sie in geschützter Umgebung laufen (Sandbox) und beobachten deren Verhalten.
Neben einem aktuellen Virenscanner sollte auch immer eine Firewall aktiv sein, um den PC vor Schadsoftware zu schützen. Wer sich dazu noch vernünftig im Internet verhält, also nicht jedwedes Programm aus dubiosen Quellen herunter läd oder installiert, Spam angemessen behandelt, seine Software auf dem neusten Stand hält (Betriebssystem, Virenscanner, Webbrowser) und bei den Browser-Einstellungen etwas mehr auf Sicherheit setzt, sollte vor bösen Überraschungen halbwegs geschützt sein.

Copyright by top-dsl.com 2007 - 2013