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Was bedeutet der Begriff: Virus

Virus

ist ein Computerprogramm, das sich mit unterschiedlichen Zielen (auch schädigender Art), über eine ausführbare Datei (Wirt) auf einem Rechner einnistet und mit Hilfe dieser infizierten Datei über das Internet oder Speichermedien verbreitet.
Die Geschichte der Viren ist fast so alt wie die Computer selbst. Schon in den 50er Jahren gab es erste Theorien über sich selbst verbreitenden Programmcode und auch bereits Software, die dem Aufbau von Viren ähnelte. Anfang der 70er Jahre wurde zu Forschungszwecken der erste funktionstüchtige Virus programmiert und in den 80ern tauchten erste Viren unkontrolliert auf.
Im Gegensatz zu Würmern, die sich eigenständig verbreiten, ist ein Virus auf seinen Wirt angewiesen. Dieser wird vom Virus verändert und trägt dann den Programmcode des Schädlings. Wird diese infizierte Datei ausgeführt, wird auch immer der Virus ausgeführt, der dann nach weiteren Dateien sucht, um diese wiederum zu infizieren.
Etwas anders arbeiten Bootviren. Sie nisten sich in Bootsektoren oder im MBR ein (Master Boot Record) und werden beim Systemstart automatisch ausgeführt, noch bevor das Betriebssystem vollständig geladen ist. Ein sehr bekannt gewordener Vertreter dieser "Zunft" ist der Parity Boot, der eine Stunde lang versuchte Disketten zu infizieren und dann das System mit der Meldung "Parity Check" anhielt.
Eine weitere Variante sind Viren, die sich im Hauptspeicher festsetzen und von dort aus andere Dateien infizieren. Diese speicher-resistenten Viren (TSR - Terminate and Stay Resident) sind nur durch einen Neustart des Systems, besser noch durch kurzfristiges Ausschalten zu eliminieren. Der Schwachpunkt aller Viren ist ihr spezifischer Code (Signatur), der wie ein Fingerabdruck von den Virenscannern identifiziert werden kann. Um das zu verhindern tarnen sich einige Viren, indem sie den Originalcode der zu überprüfenden Datei bei einer Abfrage wiedergeben (Stealthviren) oder ihren eigenen Code verändern (Metamorphe- und Polymorphe Viren).
Während früher die Verbreitung hauptsächlich über Speichermedien wie Disketten, Magnetbänder, sowie später CDs stattfand, erfolgt sie heute überwiegend über das Internet. Die Gefahr, durch Würmer geschädigt zu werden, ist allerdings wesentlich größer, da sie die Viren weitgehend verdrängt haben.

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