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Was bedeutet der Begriff: Wardriver

Wardriver

werden Personen genannt, die aus einem fahrenden Fahrzeug heraus ein offenes WLAN bzw. einen ungeschützten Access Point (AP) zu finden versuchen.
Die Motivation von Wardrivern ist unterschiedlich und reicht von hehren Absichten, nämlich die Betreiber über ihr offenes WLAN zu informieren, über den reinen Sammeltrieb, möglichst viele Zugangspunkte zu finden, bis zur Nutzung für eigene Zwecke - also einen kostenlosen Internetzugang zu erhalten.
Gefundene WLANs werden auf Karten eingetragen, die Position in Form von GPS-Daten gespeichert oder die Fundorte werden direkt mit Kreide markiert und über eine eigene Symbolik beschrieben.
Letztere Methode wird WarChalking genannt und ist von dem Briten Matt Jones erdacht worden. Er lehnte sich dabei an die Hobo-Zeichen an, die von illegal, auf Zugdächern reisenden Vagabunden in den 30er Jahren der USA benutzt wurden, um andere "Hobos" auf besonders günstige Plätze hinzuweisen (Essen, Arbeit, spendable Bewohner).
Die Idee des wardriving hat schnell Verbreitung gefunden und ist mittlerweile weltweit anzutreffen. Im Internet finden sich viele Seiten, die Informationen zur Technik, Nachrichten aus der Szene und Karten (mit verzeichneten WLANs) anbieten.
Der rechtliche Standpunkt dieses "Hobbys" ist allerdings nicht ausreichend geklärt. Wurde bisher die Nutzung offener WLANs höchstens zivilrechtlich verfolgt und zog eventuell Schadensersatzansprüche nach sich, entschied das Amtsgericht Wuppertal schon 2007 (das Verfahren wurde erst im Mai 2008 bekannt), dass dabei gegen das Bundesdatenschutzgesetzes verstoßen würde.Auch die Rechtslage der Betreiber von WLANs hat sich geändert. Wer sein WLAN nicht absichert und es dadurch zu strafbaren Handlungen wie illegalen Downloads kommt, wird zur Verantwortung gezogen.

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